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Konjunkturbericht 3. Quartal 2016: An der Erhebung haben 309 gastgewerbliche Betriebe mit insgesamt 10‘898 Beschäftigten teilgenommen.

Gemäss der Umfrage hat sich die Geschäftslage im Gastgewerbe wieder etwas entspannt. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist die Umsatzentwicklung mit -0.9 % nur noch leicht negativ. Besonders herauszuheben ist, dass der Umsatz in der Hotellerie mit 0.5 % das erste Mal seit längerer Zeit wieder leicht zugenommen hat. Eine Aufgliederung der Anzahl Logiernächte nach Quellmärkten zeigt, dass die positive Entwicklung in der Beherbergung auf vermehrte Buchungen durch Inländer zurückzuführen ist. Übernachtungen von internationalen Gästen sind hingegen weiterhin rückläufig. Dies unterstreicht die harte Konkurrenz-Situation der Schweizer Hotellerie im internationalen Umfeld. Demgegenüber ist der Umsatz in der Restauration im Vergleich zum Jahr 2015 um -1.7 % gesunken. Über 40 % der teilnehmenden Gastronomiebetriebe beklagen sich über eine ungenügende Nachfrage.

Die Differenzierung der Entwicklungen im Gastgewerbe nach Tourismusregionen zeichnet ein ungewohntes Bild: Während der Abwärtstrend des Umsatzes in den Berggebieten unterbrochen werden konnte (+3.9 %), verzeichneten grosse Städte einen leichten Rückgang (-1.8 %). Dies wirkt sich ebenfalls auf die Beschäftigung aus. In alpinen Gebieten gab die Mehrheit der Teilnehmenden an, dass die Anzahl der Mitarbeitenden genau richtig sei oder sogar zu niedrig. Im Vergleich dazu gab in städtischen Gebieten fast jeder dritte Betrieb an, aktuell zu viele Mitarbeitende zu beschäftigen.

Insgesamt geht die Branche in der nächsten Zeit von einer mehrheitlich stabilen Entwicklung der Geschäftslage aus. Die Verkaufspreise dürften gemäss Umfrage weiterhin unter Druck stehen und es wird von einem leichten Stellenabbau ausgegangen. Interessant ist, dass die Erwartungen in den Berggebieten stark auseinanderklaffen. Über die Hälfte der Betriebe geht im nächsten Quartal von einem steigenden Absatz aus; gleichzeitig prognostizieren beinahe 40 % einen Absatzrückgang.
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