Mehrwertsteuer in der Schweiz – Reformversuche

Mitte der Neunzigerjahre wurde in der Schweiz die Mehrwertsteuer eingeführt. Die Steuer beträgt derzeit grundsätzlich 8 %. Auf bestimmte Dienstleistungen und Güter wird ein reduzierter Satz von 2.5 % erhoben. Zudem gilt ein befristeter Sondersatz von 3.8 % auf Übernachtungen. Im Jahr 2014 setzte sich GastroSuisse für die Vereinheitlichung der Mehrwertsteuersätze für Restaurants und Take-aways ein. Die Volksinitiative wurde vom Volk deutlich abgelehnt. Um die Rahmenbedingungen zugunsten von Tourismus, Hotellerie und Restauration zu verbessern, engagiert sich GastroSuisse, zusammen mit hotelleriesuisse und unter dem Dach des Schweizer Tourismus-Verbands, seither für die definitive Verankerung des Sondersatzes für Beherbergungsleistungen. Nach 20 Jahren Provisorium muss der Beherbergungssatz endlich definitiv verankert werden.

„Export“ von Übernachtungen – Sondersatz für Beherbergungen
Der Sondersatz wurde vor fast zwanzig Jahren eingeführt. Er ist kein Privileg, sondern trägt den Besonderheiten und Herausforderungen der Schweizer Beherbergungswirtschaft Rechnung:
•    Touristische Leistungen haben Exportcharakter
•    Über 50 % der Übernachtungen werden von internationalen Gästen gebucht
•    Die Mehrheit der Touristen kommt aus Europa
•    Auch Inländer buchen vermehrt Ferien im günstigen Ausland
•    Reisekosten werden immer günstiger – Der Faktor Übernachtung wird deshalb im Verhältnis teurer
•    Durch die Euroschwäche verteuern sich die Hotelpreise in der Schweiz enorm
•    In Europa haben 25 von 28 EU-Staaten bereits reduzierte Beherbergungssätze
•    Die Branche muss zu hohen Schweizer Kosten wirtschaften und gleichzeitig international konkurrenzfähig sein

Verankerung des Sondersatzes – Die Zeit ist reif
Für GastroSuisse ist der Sondersatz daher ein taugliches Mittel, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der schweizerischen Tourismusbranche zu fördern. Der tiefere Beherbergungssatz ist unserer Ansicht nach zudem geeignet, die höheren schweizerischen Beschaffungskosten zumindest etwas auszugleichen. Das gilt umso mehr noch im Zusammenhang mit der schwierigen Währungssituation. GastroSuisse befürchtet, dass das ungünstige Kursverhältnis des Euro zum Franken noch weiter anhält. Im bestehenden Preiskampf bildet daher für GastroSuisse der Sondersatz für Beherbergungsleistungen eine wichtige und nötige Hilfe.

Beachten Sie dazu auch die Informationen von hotelleriesuisse.



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