Konjunktur / KOF

Pulsmesser der Gastronomie und Hotellerie

Die „Konjunkturumfrage Gastgewerbe“ wird seit über zehn Jahren in Zusammenarbeit mit der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich durchgeführt und dient als wichtiger Pulsmesser der Branche. Die Umfrage erfolgt alle drei Monate mit über 300 Betrieben in der ganzen Schweiz. Sie liefert wichtige Daten zu Kennzahlen wie Umsatz, Absatz, Nachfrage oder Beschäftigung und unterscheidet zwischen den Tourismuszonen „Berggebiete“, „Grosse Städte“, „Seezonen“ und „übrige Gebiete“. Diese Daten werden mit dem Vorjahresquartal verglichen, um die saisonbereinigte wirtschaftliche Entwicklung im Gastgewerbe aufzuzeigen. Zusätzlich werden Erwartungen in Bezug auf die zukünftige Geschäftslage erhoben, was eine Prognose für die Betriebe aufgegliedert nach Tourismusgebieten ermöglicht.

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Entwicklung im ersten Quartal 2020 (provisorische Daten)
Gemäss den Ergebnissen der im April 2020 durchgeführten Umfrage hat sich die Lage im Gastgewerbe aufgrund der Massnahmen um das Coronavirus seit Ende Februar 2020 zugespitzt. Betriebe, die stark von asiatischen Touristen (z. B. aus China) frequentiert werden, dürften die wirtschaftlichen Konsequenzen bereits in den Monaten Januar und Februar 2020 gespürt haben.

Der Lockdown ab dem 17. März 2020 führte dann zum gastgewerblichen Stillstand. Infolge ist das Umsatzwachstum im Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahresquartalstark eingebrochen (-16.4 %). Ebenso sind der mengenmässige Absatz und die Nachfrage erheblich gesunken. Die Ertragslage hat sich bei fast zwei Dritteln der Umfrageteilnehmer (62.5 %) verschlechtert. Es ist mit einem Personalabbau zu rechnen – die Zahl der Beschäftigten wird von knapp einem Drittel (32.9 %) als zu gross eingeschätzt. Die Beurteilung der Geschäftslage fällt in den Bergregionen besonders negativ aus.

In der Gastronomie waren sowohl der mengenmässige Absatz als auch das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal (-18.3 %) deutlich rückläufig. Die befragten Betriebe führen dies insbesondere auf eine ungenügende Nachfrage (49 %) und die gesetzlichen Rahmenbedingungen (45 %) zurück.

In der Hotellerie wird die Geschäftslage überwiegend als schlecht beurteilt. Die Zahl der Logiernächte ist im Vergleich zum Vorjahresquartal stark eingebrochen. Das Umsatzwachstum nahm um -13.1 % ab. Am stärksten betroffen davon waren die 1- und 2-Stern-Hotels (-51.3 %) und am wenigsten stark die 5-Stern-Hotels (-0.3 %). Entsprechend war auch der Zimmerbelegungsgrad im gehobenen Segment am grössten (41.0 % bei 1- und 2-Stern-Hotels, 45.5 % bei 3-, 55.5 % bei 4- und 65.9 % bei 5-Stern-Hotels).

Ausblick auf das zweite und dritte Quartal 2020
Das Gastgewerbe schätzt die Aussichten gestützt auf der besonderen Covid-19-Situation für die kommenden sechs Monate äusserst pessimistisch ein. Die Betriebe erwarten im nächsten Quartal einen weiteren Rückgang der Nachfrage (64.7 % der Umfrageteilnehmer) und des mengenmässigen Absatzes (70.3 % der Umfrageteilnehmer). Zimmerpreise in der Hotellerie dürften in naher Zukunft unter Druck geraten. Die Zahl der Logiernächte dürfte bei den Ausländern stärker zurückgehen als bei den Inländern. Regional betrachtet sind die Nachfrageaussichten für das kommende Quartal in den Seezonen besonders stark eingetrübt.

KOF-Berichte zum Herunterladen

  • KOF-Bericht Q1 2020
  • KOF-Bericht Q4 2019
  • KOF-Bericht Q3 2019
  • KOF-Bericht Q2 2019
  • KOF-Bericht Q1 2019
  • KOF-Bericht Q4 2018
  • KOF-Bericht Q3 2018
  • KOF-Bericht Q2 2018
  • KOF-Bericht Q1 2018
  • KOF-Bericht Q4 2017
  • KOF-Bericht Q3 2017

KOF-Broschüren zum Herunterladen

  • KOF-Broschüre Q4 2019
  • KOF-Broschüre Q3 2019
  • KOF-Broschüre Q2 2019
  • KOF-Broschüre Q1 2019
  • KOF-Broschüre Q4 2018
  • KOF-Broschüre Q3 2018
  • KOF-Broschüre Q2 2018
  • KOF-Broschüre Q1 2017
  • KOF-Broschüre Q4 2017
  • KOF-Broschüre Q3 2017
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