Praktische Tipps

Bei der Reinigung von Bett, Bodenbelägen und Badezimmer-Einrichtungen gibt es vieles zu beachten. Nachfolgend einige Tipps zur richtigen Pflege der gängigsten Materialien.

Bodenbeläge

Spannteppiche/Teppiche

Täglich saugen und regelmässig einer Tiefenreinigung unterziehen.

Mit welchen Mitteln reinigen?

Wenn der Teppich verschmutzt ist, mit Teppichshampoo behandeln (entweder feucht mit einem Schaum oder trocken mit einem Pulver). Vorsicht bei feuchter Reinigung: Ein Spannteppich kann sich dadurch verziehen und Wellen bilden. Hier lieber punktuell die Flecken entfernen und ansonsten zum Reinigungspulver für Teppiche greifen.

Wie oft?

Täglich saugen. Darüber hinaus alle zwei Wochen einen Florbürstensauger mit Rollen verwenden um die Fasern des Flors aufzustellen. Ansonsten nach Bedarf reinigen.

Vorteil:

Teppiche wirken lärmisolierend und heimelig.

Nachteil:

Als klassischer Staubfänger ist der Teppich für Hausstauballergiker ungeeignet. Zudem muss er aufwendig gereinigt werden und er speichert Schmutz.

Wenn Teppich im Hotelzimmer, dann welcher?

Ein Teppich mit kurzem Flor – er ist leichter zu säubern.

 

Steinboden/Plättli

Täglich feucht wischen, von Zeit zu Zeit die Fugen säubern.

Mit welchen Mitteln reinigen?

Mit Allzweck- oder speziellem Steinboden-Reiniger. Vorsicht bei der Dosierung – wenn man zu viel verwendet, wird der Boden klebrig und wirkt stumpf. Tipp: Bei den Fugen zu einem Dampfreiniger greifen. Er ist leicht zu handhaben, kostensparend und umweltfreundlich, da auf die "chemische Keule" verzichtet wird. Insbesondere bei Marmorboden "sanfte" Mittel ohne Säuren oder Laugen verwenden, da der Stein sonst Schaden nehmen kann.

Vorteil:

Ein Steinboden lässt sich leicht putzen und ist deshalb auch für ein Allergikerzimmer geeignet.

Nachteil:

Steinböden wirken oft kalt und ungemütlich und isolieren Schall nicht.

 

Holzboden

Täglich feucht aufwischen. Ab und zu eine Zusatzpflege.

Mit welchen Mitteln reinigen?

Pflegende Putzmittel speziell für Holzboden einsetzen, die gleichzeitig nähren. Ansonsten kann der Boden austrocknen und spröde werden. Beim Reinigungsmittel gilt deshalb: nur geringe Mengen verwenden!

Vorteil:

Für Allergiker geeignet, wirkt wohnlich und ist leicht zu reinigen.

Nachteil:

Gut sichtbar sind Staub und Beschädigungen der Oberfläche. Holzböden sollten immer mit Spezialreiniger geputzt werden.

 

Badezimmer

Grundsätzlich lassen sich gekachelte Böden und Wände, Armaturen, Ablagen, Badewannen oder Duschen, Lavabos und das WC mit einem Allzweckreiniger putzen. Je gründlicher und regelmässiger gereinigt wird, desto seltener kommt es zu unschönen Ablagerungen. Dasselbe gilt für Urinstein im WC.

Ist in Bad und WC wider Erwarten doch einmal nicht alles "ok", reicht in der Regel ein Essigreiniger oder ein Mittel, das höhere Konzentrationen an Zitronensäure beinhaltet. Diese Produkte können auch bei Urinstein eingesetzt werden. Nützt das nichts, so bleibt nur noch der Griff zur "chemischen Keule", zum Beispiel zu einem alkalischen WC-Reiniger.

Eine antibakterielle und zugleich umweltschonende Alternative:

Glatte, hitzeunempfindliche Oberflächen lassen sich kinderleicht mit einem Dampfstrahler von Schmutz und Mikroorganismen befreien. Der Einsatz von heissem Wasserdampf erspart Aufwand und Putzmittel.

Für Schimmelbefall in den Fugen bedarf es einer aggressiveren Reinigungsmethode: Hier hilft häufig nur regelmässiges, kräftiges bürsten mit Chlor (Javel). Im schlimmsten Fall müssen die Fugen durch einen Handwerker ersetzt werden.

Gegen unangenehme Gerüche und Verstopfungen in Abgüssen empfiehlt sich ebenfalls der Einsatz von Javelwasser. Das darin enthaltene Chlor kann Allergien auslösen und ist ökologisch bedenklich. Deshalb ist beim Einsatz mit diesem Stoff Vorsicht geboten.

Bett

  • Grundsätzlich sind Betten/Bettgestelle zu empfehlen, die zum Boden hin geschlossen sind – das spart dem Housekeeping Kraft, Zeit und Nerven
  • Nutzen Sie für die Matratzen komplett umschliessende Schutzhüllen (Encasing), diese können problemlos bei 60 °C, teilweise bis 95 °C gewaschen werden
  • Verwenden Sie ausserdem ein milbendichtes Encasing für das Duvet und das Kopfkissen.
  • Das Encasing für das Kopfkissen sollte – nach Möglichkeit – wöchentlich ausgetauscht werden, damit keine Gerüche entstehen.
  • Die Bettwäsche (für Kissen, Duvet und Bettlaken) alle drei bis vier Tage, spätestens aber nach einer Woche wechseln.
  • Der Molton sollte nach Möglichkeit wöchentlich ausgetauscht werden.
  • Waschen Sie Duvets und Kissen regelmässig –  zwischendurch empfiehlt sich ein Geruchstest um herauszufinden, ob der Bettinhalt noch "frisch" ist.
  • Die Matratzen regelmässig aufstellen und lüften, ab und zu wenden.
  • Alle ein bis eineinhalb Jahre empfiehlt sich eine gründliche Matratzenreinigung durch einen Profi.
  • Die Lebensdauer einer Matratze beträgt in etwa sechs bis acht Jahre, danach sollte sie ausgetauscht werden.

Schutz vor Wanzen

Wanzen geraten über das Gepäck der Hotelgäste ins Hotelzimmer. Dort nisten sie sich bevorzugt in kleinen Ritzen, vornehmlich im Lattenrost und in der Matratze ein. Es ist ratsam, die Matratze und den Lattenrost mindestens ein Mal in der Woche auf einen etwaigen Wanzenbefall zu kontrollieren. Da sich die blutsaugenden Schmarotzer gut verstecken, weisen häufig einzig Kotspuren in Form von kleinen Pünktchen auf einen Befall hin.

Warten Sie nicht ab, wenn Grund zur Annahme besteht, dass sich diese ungebetenen Gäste in Ihrem Hotel einquartiert haben: Holen Sie sich umgehend Hilfe bei einem Unternehmen für professionelle Schädlingsbekämpfung.

Fragen zur Hygiene?

Martina Clavuot

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