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Mai 2017: Inkrafttreten neues Lebensmittelrecht

Seit dem 1. Mai 2017 ist das neue Lebensmittelrecht in Kraft. Die unter dem Namen „Projekt Largo“ bekannt gewordene Revision des Lebensmittelverordnungsrecht hatte zum Ziel, das schweizerische Recht an dasjenige der EU anzupassen.

Für das Gastgewerbe gibt es folgende wichtigste Neuerungen Punkte zu beachten:

Herkunftsdeklaration:
Schriftliche Herkunftsdeklaration von Zutaten: Neben der Herkunft von Fleisch muss künftig auch diejenige von Fisch deklariert werden.

Deklaration von Allergenen:
Die Auskunft über Allergene kann wie bisher mündlich erfolgen, wenn folgende Punkte berücksichtigt werden:

Es wird schriftlich gut sichtbar darauf hingewiesen, dass die Informationen zu Allergenen mündlich eingeholt werden können, beispielsweise mit folgendem oder ähnlichem Wortlaut:

"Lieber Gast

Über Zutaten in unseren Gerichten, die Allergien oder Intoleranzen auslösen können, informieren Sie unsere Mitarbeitenden auf Anfrage gerne.

Ihr Gastgeber“

Die nötigen Informationen stehen den Mitarbeitenden schriftlich zur Verfügung. Oder: Die Person, die das Gericht zubereitet hat oder entsprechend geschulte Mitarbeitende im Service geben Auskunft." Diese Auskunft muss erfolgen, bevor der Gast bestellt.

Insekten:
Mehlwürmer (Tenebrio molitor im Larvenstadium), Heimchen/Grillen (Acheta domesticus, adulte Form) und europäischen Wanderheuschrecken (Locusta migratoria, adulte Form) sind ohne Bewilligung zugelassen. Sie müssen mit dem gemeinen und dem wissenschaftlichen Namen und einem Allergenhinweis gekennzeichnet werden. Es dürfen nur Insekten aus einer Zucht verwendet werden. Sie müssen über einen angemessenen Zeitraum tiefgefroren und erhitzt werden oder einem anderen Verfahren unterzogen werden, das sicherstellt, das vegetative Keime abgetötet werden.

Mikrobiologische Beurteilung von Lebensmittel:
Das Konzept der Grenz- und Toleranzwerte wurde im Rahmen der Überarbeitung abgeschafft. Anstelle der bisherigen Toleranzwerte sind Richtwerte eingeführt worden. Werden diese überschritten bedeutet das, dass die gute Verfahrenspraxis nicht eingehalten wurde, was durch den Vollzug grundsätzlich beanstandet wird. Die Richtwerte werden in die überarbeitete Leitlinie GVG integriert.

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