Medienmitteilungen 2022

12.1.2022

Erleichterung – die Ungewissheit aber bleibt

GastroSuisse ist erleichtert, dass der Bundesrat heute keine weiteren Verschärfungen beschlossen hat. Der Branchenverband bedauert zugleich, dass die bestehenden Massnahmen bis Ende März verlängert werden sollen. Für die rund 230 000 Mitarbeitenden im Gastgewerbe wäre das eine grosse Belastung. Und die meisten gastgewerblichen Betriebe arbeiten wegen den Einschränkungen jetzt schon defizitär. Umso mehr müssen die vorgesehenen neuen Härtefallmassnahmen jetzt schnell umgesetzt werden.

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Nach dem heutigen Regierungsentscheid können die Restaurants durchatmen. „Wir sind erleichtert, dass der Bundesrat von weiteren Verschärfungen abgesehen hat“, sagt Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse. Weitere Massnahmen wären fürs Gastgewerbe verheerend gewesen. Bereits im September 2021, nachdem die Zertifikatspflicht eingeführt wurde, hat sich die Lage stark zugespitzt. Und seit der 2G-Regelung, die im Dezember verordnet wurde, haben vier von fünf Betriebe deutlich weniger Gäste, wie eine Anfang Jahr durchgeführte Befragung bei den Mitgliedern von GastroSuisse gezeigt hat. Die Umsätze im Gastgewerbe liegen im 2021 rund 40 Prozent tiefer als in den Jahren vor der Pandemie. Das hat vielen Betrieben stark zugesetzt.

Auch die aktuell rund 230 000 Mitarbeitenden im Gastgewerbe sind vom Corona-Regime stark betroffen. Sie mussten während der Krise immer wieder in Kurzarbeit geschickt werden, was zu erheblichen Lohnausfällen führte. Viele haben die Branche deswegen bereits verlassen. „Die wirtschaftliche und personelle Lage im Gastgewerbe ist weiterhin ernst“, mahnte diese Woche Platzer. Der Branchenverband lehnte daher auch einen Lockdown als auch 2G+ ab. Ferner muss die bestehende 2G+-Regelung in Diskotheken und Tanzlokalen so rasch wie möglich aufgehoben werden. Die Umsätze sind dort seit dem 20. Dezember regelrecht eingebrochen, diese betrugen dort über die Feiertage weniger als 30 Prozent des Umsatzes in einem üblichen Geschäftsjahr vor der Pandemie. 

Erfreut ist der Branchenverband auch, dass der Bundesrat die Quarantäne sowie die Isolation bereits ab morgen von zehn auf fünf Tage verkürzt. „Das hilft unserer Branche, denn viele Mitarbeitenden, auch ohne Symptome, fehlen im Moment in den Betrieben“, sagt Platzer. Doch Unterstützungsmassnahmen wie die Härtefallgelder bleiben unabdingbar, zumal der Bundesrat die bestehenden Massnahmen bis Ende März verlängern will. Die Konsultation dazu läuft bis zum 17. Januar. „Für viele Betriebe wäre das sehr schwierig“, sagt Platzer. 70 Prozent der gastgewerblichen Betriebe arbeiten wegen den anhaltenden Corona-Massnahmen inzwischen nämlich defizitär. Kommt hinzu, dass seit Juli 2021 fast 80 Prozent der Betriebe nicht oder ungenügend entschädigt worden sind. GastroSuisse begrüsst daher, dass das Härtefallprogramm wieder hochgefahren werden soll und der Bund jetzt versucht, die betroffenen Branchen möglichst rasch und national einheitlich zu entschädigen. „Es braucht aber eine unbürokratische und praxistaugliche Lösung, die nicht noch mehr gastgewerbliche Unternehmen von den Härtefallprogrammen ausklammert als die alte Härtefallverordnung“, sagt Platzer.

„Wir hoffen ferner, dass sich die Lage weiter entspannt und dass die Gesellschaft wieder zur Normalität zurückfindet“, sagt Platzer. Viele der rund 230 000 Mitarbeitenden im Gastgewerbe sind nämlich verunsichert. Viele haben die Branche bereits verlassen. Weitere Lohneinbussen können sie nicht mehr auf sich nehmen. „Wir müssen alle gemeinsam einen Weg finden, anders mit der Corona-Situation umzugehen“, sagt Platzer.

 

Kontakt

GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer
Telefon 044 377 53 53, communication(at)gastrosuisse.ch

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Die Organisation mit dem Gründungsjahr 1891 setzt sich seit über 125 Jahren für die Interessen der Branche ein. GastroSuisse ist heute der grösste Branchenverband der Schweiz mit gegen 20'000 Mitgliederbetrieben (davon rund 2500 Hotels), organisiert in 26 Kantonalverbänden und vier Fachgruppen.     


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10.1.2022

Weniger Gäste und deutliche Umsatzeinbussen

Die Corona-Massnahmen belasten die gastgewerblichen Betriebe ungebrochen. Fast 70 Prozent arbeiten zurzeit defizitär. Im Gastgewerbe lag der Umsatz 2021 rund 40 Prozent tiefer als in den Jahren vor Corona. Mit der Einführung der Zertifikatspflicht hat sich die Lage für viele erst recht verschärft. Die Branche braucht dringend weitere finanzielle Entschädigungen. Erfreut ist GastroSuisse deshalb, dass der Bundesrat möglichst rasch und national einheitliche Lösungen will.

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„Die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe ist weiterhin ernst“, sagt Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse. Wegen den anhaltenden Corona-Massnahmen arbeiten inzwischen fast 70 Prozent der gastgewerblichen Betriebe defizitär. Auch den Mitarbeitenden macht die Situation je länger desto mehr zu schaffen. Dies ergab eine Befragung bei knapp 1900 Mitgliedern des Branchenverbandes, die in der ersten Januarwoche durchgeführt wurde. Stark zugespitzt hat sich die Lage, nachdem im September 2021 die Zertifikatspflicht eingeführt wurde. Und seit der 2G-Regelung, die im Dezember verordnet wurde, haben vier von fünf Betriebe deutlich weniger Gäste. „Bei vielen Mitgliedern ist der Umsatz denn auch deutlich zurückgegangen“, sagt Platzer. Besonders das Feiertagsgeschäft ging den Bach hinunter. Die gastgewerblichen Betriebe machten nur 53 Prozent Umsatz gegenüber einem üblichen Geschäftsjahr.

Gesamthaft liegen die Umsätze im 2021 rund 40 Prozent tiefer als in den Jahren vor der Pandemie. „Das hat vielen Betrieben stark zugesetzt“, so Platzer. Deshalb waren die verschiedenen Unterstützungsmassnahmen des Bundes wie die Härtefallgelder unabdingbar. Doch diese Entschädigungen waren nicht für die Umsatzverluste ab dem dritten Quartal 2021 vorgesehen. Gut die Hälfte der Betriebe fanden die Entschädigungen bis Juni 2021 ausreichend, aber ab Juli 2021 geben fast 80 Prozent an, ungenügend entschädigt worden zu sein. GastroSuisse begrüsst daher, dass das Härtefallprogramm wieder hochgefahren werden soll und der Bund jetzt versucht, die betroffenen Branchen möglichst rasch und national einheitlich zu entschädigen. Wichtig ist aber, dass die ungedeckten Kosten nicht nur in diesem Jahr, sondern auch rückwirkend bis zum September 2021 entschädigt werden. Entscheidend wird auch die Umsetzung sein. „Es braucht eine praxistaugliche Lösung“, sagt Platzer.

Es bleibt ferner zu hoffen, dass der Bundesrat keine weiteren Verschärfungen beschliesst. Vier von fünf gastgewerbliche Betriebe gehen nämlich davon aus, dass eine Einführung von z. B. 2G+ weitere erhebliche Auswirkungen hätte und einer Branchenschliessung gleichkommt. Bei einer Teilschliessung sehen sich viele Betriebe zudem erst recht in ihrer Existenz bedroht. Eine Teilschliessung des Gastgewerbes macht ohnehin wenig Sinn. Ziel des Bundesrats ist es nämlich, eine Überlastung der Spitäler zu verhindern. Laut Bundesrat sind hierbei diejenigen Bevölkerungsgruppen entscheidend, die weder geimpft noch genesen sind. Beide Gruppen dürfen aufgrund der 2G-Regel aber heute schon weder in einem Restaurant, noch einem Café noch einer Bar einkehren. „Ein Lockdown in unserer Branche würde daher gar keine Wirkung erzielen“, so Platzer.

 

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GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer
Telefon 044 377 53 53, communication(at)gastrosuisse.ch

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Die Organisation mit dem Gründungsjahr 1891 setzt sich seit über 125 Jahren für die Interessen der Branche ein. GastroSuisse ist heute der grösste Branchenverband der Schweiz mit gegen 20'000 Mitgliederbetrieben (davon rund 2500 Hotels), organisiert in 26 Kantonalverbänden und vier Fachgruppen.     

 

 


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4.1.2022

Viele der 230 000 Mitarbeitenden leiden ebenso

Das Gastgewerbe blickt auf ein schwieriges Corona-Jahr zurück. Die Betriebe sind wieder zunehmend in finanzieller Bedrängnis. Die Mitarbeitenden leiden ebenso unter der Ungewissheit. Weitere Massnahmen wären verheerend. Erfreulich ist, dass der Bundesrat noch keine zusätzlichen Einschränkungen im Gastgewerbe beschlossen hat und auf die Entwicklung der Spitalkapazitäten fokussiert.

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Die 26 Präsidentinnen und Präsidenten der Kantonalverbände von GastroSuisse diskutierten gestern anlässlich einer ausserordentlichen digitalen Präsidentenkonferenz die aktuelle Situation im Gastgewerbe. „Das vergangene Jahr war für die Branche sehr schwierig“, resümiert Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse. Während 31 Wochen und mehr blieben Restaurants, Cafés und Bars in der Pandemie geschlossen. Hoffnung kam im Sommer auf, doch bereits im September beschloss der Bund im Gastgewerbe die Zertifikatspflicht. Zuletzt folgte Ende Jahr 2G – für Clubs und Diskotheken sogar 2G+. „Kaum eine Branche musste so viele Opfer erbringen wie unsere“, sagt Platzer.

Die Branche trotzte der Krise und den vom Bund verordneten Massnahmen mit Leistungsbereitschaft, Innovation und Leidenschaft. Dennoch gingen seit Ausbruch der Krise bereits zehntausende Jobs verloren. Der Fachkräftemangel hat sich verschärft. „Unsere Mitglieder sehen sich wieder zunehmend in ihrer Existenz bedroht“, sagt Platzer. Die Liquidität befindet sich auf einem Tiefpunkt, während die Verschuldung steigt. Die Reserven sind aufgebraucht. Das Weihnachtsgeschäft fiel 2G zum Opfer. Besonders stark betroffen sind auch die aktuell rund 230 000 Mitarbeitenden im Gastgewerbe. Sie mussten während der Krise immer wieder in Kurzarbeit geschickt werden, was zu erheblichen Lohnausfällen führte. „Viele haben die Branche deswegen bereits verlassen“, sagt Platzer.

Verunsicherung bei den Mitarbeitenden im Gastgewerbe kam zudem auf, weil der Bundesrat kurz vor Jahreswechsel verlauten liess, dass er jederzeit weitere Verschärfungen beschliessen könne. Die Präsidentenkonferenz tauschte sich gestern über mögliche Szenarien aus. Der Tenor war klar: „Wir lehnen sowohl einen Lockdown als auch 2G+ ab“, sagt Platzer. „Beides wäre verheerend für unsere Branche.“ GastroSuisse ist daher erleichtert, dass der Bundesrat noch keine weiteren Massnahmen beschlossen hat und vorerst die weitere Entwicklung beobachtet. Zu Recht. Denn die vom Bundesamt für Gesundheit gestern publizierten Zahlen zeigen eine leichte Entspannung auf den Intensivstationen. Selbst Bundesratspräsident Ignazio Cassis sagte gegenüber den Medien, dass die schweizweite Belegung der Intensivstationen mit circa 80 Prozent noch zu managen sei.

Eine Teilschliessung des Gastgewerbes macht ohnehin wenig Sinn. Ziel des Bundesrats ist es nämlich, eine Überlastung der Spitäler zu verhindern. Laut Bundesrat sind hierbei diejenigen Bevölkerungsgruppen entscheidend, die weder geimpft noch genesen sind. Beide Gruppen dürfen aufgrund der 2G-Regel aber weder in einem Restaurant, noch einem Café noch einer Bar einkehren. „Ein Lockdown in unserer Branche würde keine Wirkung erzielen“, so Platzer. Massnahmen müssten in anderen Bereichen wie dem öffentlichen Verkehr getroffen werden. „Sollte es anders kommen, benötigen unsere Mitglieder zwingend weitere finanzielle Unterstützung“, so Platzer. Unerlässlich wäre, dass die Härtefallgelder so schnell wie möglich wieder hochgefahren werden und dass Kurzarbeit zu 100 Prozent entschädigt wird. „Ansonsten kehren noch mehr Mitarbeitende unserer Branche den Rücken zu“, betont Platzer. Weitere Lohneinbussen können sich Mitarbeitende im Gastgewerbe nämlich nicht mehr leisten.

 

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GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer
Telefon 044 377 53 53, communication(at)gastrosuisse.ch

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Die Organisation mit dem Gründungsjahr 1891 setzt sich seit über 125 Jahren für die Interessen der Branche ein. GastroSuisse ist heute der grösste Branchenverband der Schweiz mit gegen 20'000 Mitgliederbetrieben (davon rund 2500 Hotels), organisiert in 26 Kantonalverbänden und vier Fachgruppen.     



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