Lebensmittel

Für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und branchennahe Lösungen
GastroSuisse setzt sich für eine konsumentenfreundliche Agrarpolitik ein. Dazu gehören insbesondere faire Preise und ein offener Markt, der eine grosse Auswahl an Produkten garantiert.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben am 23. September 2018 die Fair-Food-Initiative und die Initiative für Ernährungssouveränität abgelehnt. Beide hätten höhere Preise für Lebensmittel und weniger Auswahl auf den Tellern zur Folgen gehabt. Es drohte ein staatliches Ess-Diktat. Die beiden Volksinitiativen hätten das Gastgewerbe schwer belastet.


Für ein praxisorientiertes Lebensmittelgesetz
Wohl kein anderes Gesetz beeinflusst die tägliche Arbeit in rund 26'000 gastgewerblichen Betrieben stärker als das Lebensmittelgesetz. Der Dachverband setzt sich für ein wirtschaftsfreundliches und praxisorientiertes Gesetz ein. Er fordert, dass kleine und mittlere Betriebe von gewissen Regulierungen ausgenommen werden, damit sie von administrativen Aufwänden entlastet werden und sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren können.

Für weitere Informationen zum neuen Lebensmittelgesetz sowie Angaben zur Umsetzung der Herkunfts- oder Allergendeklaration in der Praxis verweisen wir Sie gerne auf unsere Angebotsseite.


Gemeinsam gegen Lebensmittelabfälle
GastroSuisse ist überzeugt, dass jedes noch geniessbare Lebensmittel, das entsorgt wird, eines zu viel ist. In der Gastronomie fallen gemäss BAFU jährlich 290‘000TonnenLebensmittelabfälle an. Ein grosser Teil davon ist vermeidbar (Quelle: BAFU, 2018). Die Entsorgung dieser Lebensmittel ist nicht nur verschwenderisch, sie verursacht gleichzeitig Kosten. Deshalb setzen wir uns für eine stärkere Sensibilisierung der Branche und praxistaugliche Lösungen ein.

Gemeinsam mit den anderen Organisationen auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette können wir mehr erreichen, als wenn jedes für sich gegen Lebensmittelverschwendung vorgeht. Deshalb engagiert sich GastroSuisse als Vertreterin von knapp 20'000 gastgewerblichen Betrieben aktiv im Verein "United Against Waste“.

Unsere Mitgliedschaft im Verein "United Against Waste" ist Teil des Engagements für Nachhaltigkeit im Gastgewerbe. So wird auf allen Stufen der gastgewerblichen Ausbildung der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen thematisiert.


Branche engagiert sich für Nachhaltigkeit und Tierwohl
Das Schweizer Tierschutzgesetz weist im internationalen Vergleich einen hohen Standard auf. So sind beispielsweise tierische Produkte, die bei Haltung, Zucht oder Transport Tierquälerei beinhalten gesetzlich verboten. Zusammen mit dem Schweizer Tierschutz STS hat GastroSuisse eine Initiative „von der Branche für die Branche“ gestartet. Darin werden die wichtigsten Labels erklärt und es werden drei konkrete Handlungsempfehlungen (PDF Flyer) für das Gastgewerbe abgegeben.

Die Förderung des Tierwohls stellt für GastroSuisse ein wichtiges Anliegen dar. Viele Gäste fordern nachhaltig und tierfreundlich produziertes Fleisch. Die Branche ist ständig darum bemüht, den Bedürfnissen der Gäste gerecht zu werden. Zur effektiven und langfristigen Förderung des Tierwohls braucht es deshalb keine weiteren Regulierungen sondern gute Rahmenbedingungen zur Förderung von brancheneigenen Initiativen und Kooperationen. So unterstützt GastroSuisse beispielsweise die Initiative „From Nose to Tail“ von Proviande, welche die ganzheitliche Verwertung des Tiers vorantreibt.


Regionalität ist im Trend
Das Gastgewerbe steht unter starkem Kostendruck. Umso mehr gilt es die Chancen zu nutzen, die der Markt signalisiert. Dazu zählt das Gästeinteresse an direktvermarkteten Produkten, also Lebensmitteln wie Eier, Gemüse oder Fleisch unmittelbar ab Hof. Über 80 Prozent der Gäste zeigen sich bereit, in einem Restaurant für direktvermarktete Produkte mehr Geld auszugeben. Zudem sind regionale Produkte besonders ökologisch und authentisch. GastroSuisse ortet deshalb grosses Potenzial in der vermehrten Zusammenarbeit zwischen Gastronomen und landwirtschaftlichen Erzeugern. Der Direktvermarktung widmet sich eine gemeinsame Arbeitsgruppe von GastroSuisse und dem Schweizer Bauernverband.

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