Tourismus

Der Tourismus ist eine Schlüsselindustrie unserer Volkswirtschaft
Der globale Tourismusmarkt ist einer der wirtschaftlichen Wachstumstreiber. Der weltweite Tourismus wächst jährlich um rund 4 %. Die Schweiz konnte in den letzten Jahren zu wenig von diesem Wachstum profitieren. GastroSuisse setzt sich dafür ein, dass die damit verbundenen Chancen erkannt werden. Denn der hiesige Tourismus schafft für die gesamte Schweizer Volkswirtschaft einen hohen Mehrwert. Zum einen ist er die beste Werbung für die Schweiz und ihre Produkte und Dienstleistungen. Zum anderen steigern die Touristen die Wertschöpfung vieler Branchen wie etwa der Luxusindustrie oder der Restauration. Auch das lokale Gewerbe profitiert als Zulieferer des Gastgewerbes von einem florierenden Tourismus.


GastroSuisse unterstützt Weiterentwicklung der Förderinstrumente
Diese besondere Stellung, der internationale, von Staaten befeuerte Wettbewerb sowie Erschwernisse wie die Frankenstärke oder der Klimawandel verlangen nach einer staatlichen Tourismusstrategie. Eine solche wurde im Herbst 2017 vom Bundesrat und unter Mitarbeit der Tourismusverbände verabschiedet. Zusammen mit anderen Tourismusverbänden engagiert sich GastroSuisse für eine möglichst wirksame Umsetzung. Unter anderem fordern die Verbände eine Weiterentwicklung der bestehenden Förderinstrumente basierend auf der vorliegenden Strategie. Diese sollen mittels Beiträgen und günstigen Darlehen die notwendigen Investitionen und Innovationen im Tourismus sicherstellen. 


GastroSuisse setzt sich für günstige Rahmenbedingungen ein
Auch wenn die Logiernächte in der Schweiz gegenwärtig wieder zunehmen, steht der Tourismus vor grossen Herausforderungen. Denn seit 2008 sind die Erträge pro Logiernacht in vielen gastgewerblichen Betrieben gesunken. Umso wichtiger ist es, dass sich die Politik für günstige Rahmenbedingungen im Tourismus einsetzt. Insbesondere sind Standortnachteile gegenüber dem Ausland schnellstmöglich aufzulösen.

Ein Beispiel sind die Handytarife. In der EU wurden die Roaming-Gebühren abgeschafft. Seit dem 15. Juni 2017 müssen die EU-Bürgerinnen und Bürger keinen Aufschlag mehr bezahlen, wenn sie ihr Mobiltelefon im EU/EWR-Ausland benutzen. Ausserdem hat die EU Preisobergrenzen für die Tarife, welche sich die Anbieter untereinander verrechnen, festgelegt. Demgegenüber müssen Schweizer im Ausland wie auch ausländische Touristen in der Schweiz weiterhin unverhältnismässige Roaming-Aufschläge bezahlen. Die Schweiz hat bereits den Ruf, eine teure Tourismusdestination zu sein. Durch die Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU/EWR werden Ferien in der Schweiz gegenüber anderen Alpendestinationen noch teurer. Das gilt insbesondere für Gäste aus dem europäischen Raum. Im Jahr 2017 machten sie etwa 60 Prozent der ausländischen Gäste aus.

GastroSuisse setzt sich gegen solche Wettbewerbsbehinderungen und für gleich lange Spiesse zwischen den verschiedenen Anbietern ein. Ein weiteres Beispiel dafür ist die Volksinitiative "Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise (Fair-Preis-Initiative)", welche der Verband mitlanciert hat.

Die Initiative verlangt, dass marktmächtige Konzerne bei Importen von hiesigen Konsumenten und Betrieben keine Schweiz-Zuschläge mehr verlangen. Viele importierte Produkte kosten in der Schweiz deutlich mehr als im Ausland. Internationale Konzerne schöpfen gezielt unsere Kaufkraft ab, indem sie die Preise künstlich hoch halten. Schweizer Unternehmen büssen dadurch an Konkurrenzfähigkeit ein. Diese Behinderung und Benachteiligung im Wettbewerb ist entschieden zu bekämpfen.

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