Fair-Preis-Initiative

GastroSuisse ist Mit-Initiantin der Fair-Preis-Initiative

Die Initiative „Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise“ wurde am 12. Dezember 2017 mit 107‘908 beglaubigten Unterschriften vom Verein Fair-Preis-Initiative  eingereicht.

Worum geht es bei der Fair-Preis-Initiative?

Viele importierte Produkte kosten in der Schweiz viel mehr als im Ausland. Die Zeche bezahlen Konsumenten und KMU. Es sind allerdings nur in geringem Mass die höheren Schweizer Lohn-, Infrastruktur- oder Mietkosten, welche die höheren Endverkaufspreise in der Schweiz verursachen. Vielmehr sind es die ungerechtfertigten Schweiz-Zuschläge, welche die Unternehmen im Wettbewerb schwächen und die Hochpreisinsel Schweiz zementieren. Internationale Konzerne schöpfen die schweizweite Kaufkraft gezielt ab und halten die Preise künstlich hoch.

Hier setzt die Fair-Preis-Initiative (FPI) an: Sie sagt den überhöhten Importpreisen den Kampf an und sorgt für Beschaffungsfreiheit im In- und Ausland. Die Initiative schafft somit faire Preise, bekämpft den Einkaufstourismus und stärkt dadurch den Standort Schweiz.

Warum ist die Fair-Preis-Initiative für das Gastgewerbe wichtig?

Auch Restaurations- und Hotelleriebetriebe sind von Schweiz-Zuschlägen betroffen. Für den Kauf von identischen Produkten muss in der Schweiz oft tiefer ins Portemonnaie gegriffen werden als im angrenzenden Ausland. So kostet beispielsweise der gleiche Kochherd in der Schweiz 1‘200 Franken mehr als in Deutschland.

Zudem werden die Gäste bei ihrem anderweitigen Konsum mit überhöhten Preisen belastet, wie beispielsweise bei ihren Einkäufen im Detailhandel. Die Fair-Preis-Initiative schafft faire Konsumentenpreise. Sinken die Preise im Inland, steigt die Kaufkraft und die Konsumenten kaufen wieder vermehrt in der Schweiz ein. Dadurch verliert der Einkaufstourismus an Bedeutung. Dies kommt dem Gastgewerbe zugute: Einerseits wird somit auch der Gastronomietourismus ennet der Grenze reduziert. Andererseits bleibt den Gästen mit der erhöhten Kaufkraft auch wieder mehr Geld im Portemonnaie, um im Restaurant zu konsumieren.

Wer steckt hinter der Fair-Preis-Initiative?

Die Initiative wurde von einem breit abgestützten Komitee aller Couleur lanciert. Der dafür gegründete Verein „Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise“ wird von Casimir Platzer, Präsident GastroSuisse, Oliver Müller, Direktor Swissmechanic und Prisca Birrer-Heimo, Präsidentin Stiftung SKS präsidiert. Mehr Informationen über den Verein finden Sie hier.

Die Initiative ist nun zustande gekommen. Wie geht es weiter?

Bevor die Initiative vors Volk kommt, wird sie zuerst vom Bundesrat und dann vom Parlament beraten. Der Bundesrat verabschiedet zum Schluss seiner Beratungen eine Botschaft. Danach wird die Vorlage im Parlament behandelt. Der National- und Ständerat empfiehlt die Zustimmung oder Ablehnung der Initiative. Schlussendlich wird die Volksabstimmung über die Annahme oder Ablehnung der Fair-Preis-Initiative entscheiden. GastroSuisse wird die gesamte Debatte aktiv begleiten und für die Annahme der Fair-Preis-Initiative kämpfen.   

 

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