Finanzen und Steuern

Nachhaltige Finanzen und ein wettbewerbsfähiges Steuersystem

GastroSuisse engagiert sich für gesunde Staatsfinanzen und ein wettbewerbsfähiges Steuersystem. Eine nachhaltige Finanzpolitik ist eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Stabilität. Deshalb muss das Ausgabenwachstum beschränkt und die Schulden kontinuierlich reduziert werden, damit die finanzielle Stabilität des Landes auch in der Zukunft gewährleistet werden kann. Ein übersichtliches und wirtschaftsfreundliches Steuersystem ist besonders wichtig für das Gastgewerbe. Einerseits sind die Restauration und die Hotellerie mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Der starke Franken und der Gastronomie-Tourismus setzen der Branche zu. Andererseits machen die Komplexität des Steuersystems und der administrative Aufwand den kleinen und mittleren Betrieben des Gastgewerbes zu schaffen. Deshalb braucht es ein Steuersystem, welches die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandortes Schweiz erhöht und den bürokratischen Aufwand für die KMU reduziert.

Mehrwertsteuer in der Schweiz - Die definitive Verankerung des Sondersatzes für Beherbergungsleistungen

Mitte der Neunzigerjahre wurde in der Schweiz die Mehrwertsteuer eingeführt. Die Steuer beträgt derzeit grundsätzlich 8 %. Auf bestimmte Dienstleistungen und Güter wird ein reduzierter Satz von 2.5 % erhoben. Zudem gilt ein befristeter Sondersatz von 3.8 % auf Übernachtungen. Momentan kommen alle drei Steuersätze im Gastgewerbe zur Anwendung. Im Jahr 2014 setzte sich GastroSuisse für die Vereinheitlichung der Mehrwertsteuersätze für Restaurants und Take-Aways ein. Die Volksinitiative wurde vom Volk abgelehnt. Seither engagiert sich GastroSuisse für die definitive Verankerung des Sondersatzes für Beherbergungsleistungen.

Seit 20 Jahren besteht ein befristeter Sondersatz für Beherbergungsleistungen. Der aktuelle Sondersatz läuft Ende 2017 aus. GastroSuisse setzt sich für eine definitive Verankerung des Sondersatzes ein, da dieser den Besonderheiten und Herausforderungen der Beherbergungswirtschaft Rechnung trägt:

  • Beherbergungsleistungen haben Exportcharakter, da die Mehrheit der Übernachtungen von ausländischen Gästen gebucht wird. Der Sondersatz trägt dieser Tatsache Rechnung.
  • Aufgrund des starken Frankens ist die Hotellerie seit Jahren mit einer abnehmenden ausländischen Nachfrage konfrontiert. Ausserdem sind die Lohn- und Beschaffungskosten in der Schweiz massiv höher als im benachbarten Ausland. Die definitive Verankerung des Sondersatzes kann zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Beherbergungsbranche beitragen.
  • Die Tourismusbranche ist preissensibel sowie standortgebunden. Zudem machen die Übernachtungskosten einen stets grösseren Teil der gesamten Urlaubskosten aus. Der Sondersatz berücksichtigt diese Besonderheiten des Tourismus.
  • 25 der 28 EU-Staaten wenden bereits reduzierte Beherbergungssätze an. Der Sondersatz entspricht somit der Norm und stellt keine Ausnahme dar.
  • Die definitive Verankerung des Sondersatzes schafft Planungssicherheit für die Betriebe.

 

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