Gesundheit und Prävention

Informierte Konsumenten entscheiden frei und übernehmen Eigenverantwortung.

GastroSuisse setzt sich gegen staatliche Regulationen ein. Das Volk soll in Ernährungsfragen nicht bevormundet werden. Stattdessen appelliert der Verband an die Eigenverantwortung der Konsumenten und setzt auf brancheneigene Initiativen. Denn nur auf diese Weise kann das Ernährungsverhalten langfristig verbessert werden, ohne die Entscheidungsfreiheit einzuschränken. Das neue Lebensmittelgesetz verpflichtet gastgewerbliche Betriebe bereits heute zur Herkunftsdeklaration von Fleisch und Fisch. Ausserdem erhalten Allergiker auf Nachfrage von eigens geschultem Personal jederzeit Auskunft über allfällige in den Menus enthaltene Allergene. Dies schafft Transparenz und ermöglicht bewusste Kaufentscheidungen für die Konsumenten. Das Gastgewerbe richtet sich stark nach den Bedürfnissen seiner Gäste: werden vermehrt gesunde Speisen und Getränke nachgefragt, so schlägt sich das auf das Angebot von Restaurants und Hotels nieder. Staatlicher Zwang in Form von Rezeptvorschriften oder Obergrenzen von gewissen Zutaten (Salz, Zucker, Fett) verfehlt daher das Ziel und trägt nicht zu einer nachhaltigen Lösung bei.

Zuckersteuer
Nachdem in der Vergangenheit viel über den Salz- und Fettgehalt in Speisen debattiert wurde, hält nun das Thema einer Zuckersteuer vermehrt Einzug in politische Diskussionen. Erfreulicherweise äussert sich auch das Parlament mehrheitlich kritisch gegenüber einer Zuckersteuer. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Einführung einer Zuckersteuer in der Schweiz aufgrund der vergleichsweise bereits hohen Preise nicht zu einer Anpassung des Konsumverhaltens führen würde. Die Steuer würde somit den Zweck verfehlen und nur zu Preiserhöhungen, zusätzlichen Deklarationsvorschriften und mehr Einkaufstourismus führen. GastroSuisse positioniert sich daher klar gegen die Einführung einer Zuckersteuer. Freiwillige Massnahmen der Branche sowie die Aufklärung und Sensibilisierung fördern die Eigenverantwortung von Konsumenten, ohne sie zu bevormunden. Ein gutes Beispiel dafür sind die Verhandlungen von freiwilligen Anpassungen von Rezepturen zwischen Politik und der Lebensmittelindustrie im Rahmen der Erklärung von Mailand.

 

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