Konjunktur / KOF

Pulsmesser der Gastronomie und Hotellerie

Die „Konjunkturumfrage Gastgewerbe“ wird seit über zehn Jahren in Zusammenarbeit mit der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich durchgeführt und dient als wichtiger Pulsmesser der Branche. Die Umfrage erfolgt alle drei Monate mit über 300 Betrieben in der ganzen Schweiz. Sie liefert wichtige Daten zu Kennzahlen wie Umsatz, Absatz, Nachfrage oder Beschäftigung und unterscheidet zwischen den Tourismuszonen „Berggebiete“, „Grosse Städte“, „Seezonen“ und „übrige Gebiete“. Diese Daten werden mit dem Vorjahresquartal verglichen, um die saisonbereinigte wirtschaftliche Entwicklung im Gastgewerbe aufzuzeigen. Zusätzlich werden Erwartungen in Bezug auf die zukünftige Geschäftslage erhoben, was eine Prognose für die Betriebe aufgegliedert nach Tourismusgebieten ermöglicht.

KOF Konjunkturbericht 4. Quartal 2017
Nachdem das Gastgewerbe in den vergangen Monaten einen regelrechten Aufschwung erlebt hat, ist der Umsatz im letzten Quartal 2017 nun wieder stagniert und mit -0.9 % leicht rückläufig. Jeder siebte Betrieb schätzt seinen Personalbestand aktuell als zu hoch ein. Während die Hotellerie weiterhin einen leichten Umsatzwachstum (+0.7 %) ausweist, hat sich die Geschäftslage in der Restauration wieder etwas verschlechtert (-1.9 %).

Ein wichtiger Treiber für die Hotels dürfte die Anzahl der Logiernächte von internationalen Gästen sein, welche sich gemäss der Umfrage erholt hat. Ein Grund dafür könnte der schwächere Schweizer Franken sein, wodurch Übernachtungen für Ausländer in der Schweiz preiswerter werden. In der Restauration werden vor allem der sinkende Absatz sowie eine ungenügende Nachfrage als Gründe für den Umsatzrückgang verantwortlich gemacht. Dies obwohl die Witterung überwiegend als positiver Einfluss gewertet wurde.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gebieten sind in diesem Quartal weniger ausgeprägt. Das Geschäft in den Berggebieten läuft weiterhin gut. Der Umsatz ist im Vergleich zum letzten Jahr um 1.7 % gewachsen. Betriebe in den Seezonen konnten ihren Umsatz sogar um 2.8 % steigern. Gleichzeitig konnte auch in den grossen Städten mit 0.5 % eine leichte Verbesserung verzeichnet werden. Lediglich in den übrigen Gebieten fiel die Schere grösser aus: Während Hotels um 4.8 % zulegten, mussten Restaurants 5.1 % ihres Umsatzes einbüssen.

Ein Blick in die nahe Zukunft zeigt ein durchzogenes Bild. Der als zu hoch angesehene Personalbestand dürfte in den nächsten Monaten zu einem beschleunigten Personalabbau führen. In Hinblick auf die Wintermonate wird eine leicht steigende Nachfrage erwartet. Obwohl die allgemein Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten überwiegend positiv bewertet wird, ist mit einem fortschreitenden Preiszerfall zu rechnen.

KOF-Berichte und Broschüren zum Herunterladen

  • KOF-Bericht Q4 2017
  • KOF-Bericht Q3 2017
  • KOF-Bericht Q2 2017
  • KOF-Bericht Q1 2017
  • KOF-Broschüre Q4 2017
  • KOF-Broschüre Q3 2017
  • KOF-Broschüre Q2 2017
  • KOF-Broschüre Q1 2017
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