Konjunktur / KOF

Pulsmesser der Gastronomie und Hotellerie

Die „Konjunkturumfrage Gastgewerbe“ wird seit über zehn Jahren in Zusammenarbeit mit der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich durchgeführt und dient als wichtiger Pulsmesser der Branche. Die Umfrage erfolgt alle drei Monate mit über 300 Betrieben in der ganzen Schweiz. Sie liefert wichtige Daten zu Kennzahlen wie Umsatz, Absatz, Nachfrage oder Beschäftigung und unterscheidet zwischen den Tourismuszonen „Berggebiete“, „Grosse Städte“, „Seezonen“ und „übrige Gebiete“. Diese Daten werden mit dem Vorjahresquartal verglichen, um die saisonbereinigte wirtschaftliche Entwicklung im Gastgewerbe aufzuzeigen. Zusätzlich werden Erwartungen in Bezug auf die zukünftige Geschäftslage erhoben, was eine Prognose für die Betriebe aufgegliedert nach Tourismusgebieten ermöglicht.

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KOF Konjunkturbericht 3. Quartal 2018
Insgesamt verzeichnete das Gastgewerbe eine leichte Umsatzsteigerung von 1.5 %. Dieses Ergebnis muss jedoch unbedingt getrennt nach Hotellerie und Restauration betrachtet werden.

Die Hotellerie erhöhte ihren Umsatz um erfreuliche +6.2 %. Sie befindet sich somit erstmals wieder auf einem Level wie vor der Wirtschaftskrise 2008 (siehe Grafik auf S. 2). Dabei haben vor allem KMUs zugelegt. Kleine Betriebe steigerten ihren Umsatz um +6.9 %, mittlere Betriebe legten sogar um +10.4 % zu. Einzig die Grossbetriebe mussten sich mit einem moderaten Umsatzwachstum (+0.7 %) begnügen.

Ganz anders sieht es in der Restauration aus. Diese verzeichnete nach einer kurzen Erholungsphase einen Umsatzrückgang von -1.2 %. Als Grund für die Verschlechterung der Geschäftslage machte rund die Hälfte der Betriebe die ungenügende Nachfrage verantwortlich. Als weiteres Hemmnis wurden die Witterungsbedingungen angegeben.

Wie über das gesamte Jahr hinweg zu beobachten war, entwickeln sich die Tourismusregionen unterschiedlich. Mit einer Umsatzerhöhung von +14 % des Gastgewerbes, also der Beherbergung und Gastronomie, stechen die Bergregionen besonders positiv hervor. Dagegen verzeichneten etwa Seezonen und grosse Städte rückläufige Umsatzentwicklungen.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass sich der Personalbedarf sowohl in der Hotellerie als auch in der Restauration verringern dürfte. Trotz momentanem Höhenflug besteht in der Hotellerie kein Grund zu Überschwänglichkeit: Viele Betriebe erwarten für die nahe Zukunft eine rückläufige Entwicklung. Dafür haben sich die Erwartungen der Restaurants in Bezug auf die Geschäftslage in den nächsten Monaten leicht aufgehellt.

KOF-Berichte zum Herunterladen

  • KOF-Bericht Q3 2018
  • KOF-Bericht Q2 2018
  • KOF-Bericht Q1 2018
  • KOF-Bericht Q4 2017
  • KOF-Bericht Q3 2017

KOF-Broschüren zum Herunterladen

  • KOF-Broschüre Q3 2018
  • KOF-Broschüre Q2 2018
  • KOF-Broschüre Q1 2017
  • KOF-Broschüre Q4 2017
  • KOF-Broschüre Q3 2017
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